Der Förderverein Stadtmuseum Waldkraiburg e.V. unterstützt das Museum aktiv bei Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekten. Mit unserem Engagement möchten wir dazu beitragen, die Geschichte der Stadt lebendig zu halten und neue Impulse für die Museumsarbeit zu setzen. Auf dieser Seite informieren wir regelmäßig über unsere Aktivitäten, aktuelle Projekte und kommende Termine.
Der Waldkraiburger Christkindlmarkt war gelungen
Von Donnerstag bis Sonntag fand der Waldkraiburger Christkindlmarkt statt.
Und auch der Förderverein hat wieder teilgenommen.
Die Mitglieder betreuten vier Tage lang den Stand, der gut besucht war. Es gab viele interessante Gespräche rund um die Waldkraiburger Stadtgeschichte. Aufgrund der guten Resonanz überlegen die Verantwortlichen, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, dann bereits zum 20. Mal.

2. Vorstand und Stadtarchivar Konrad Kern und 1. Vorstand Norbert Fischer freuen sich über den guten Besuch am Christkindlmarkt
Vorstellung von Heft 26 der Schriftenreihe „Mein Waldkraiburg“
Am 23.11.2025 lud der Förderverein in die KuBar im Haus der Kultur zur Vorstellung des neuen Heftes der Schriftenreihe ein. Und viele Gäste kamen. Mit etwa 40 Personen war der Raum gut gefüllt.
Sophie und Marie – ein Teil der Waldkraiburger InnSaitn – begleiteten die Veranstaltung mit Harfe und Cello.
1. Vorsitzender Norbert Fischer begrüßte die Gäste, unter ihnen auch den stellvertretenden Landrat Richard Fischer, Horst Lang vom Böhmerwaldbund, die Stadträte Christine Blaschek und Wolfgang Hintereder sowie den Bürgermeisterkandidaten der CSU, Emil Kirchmeier. Weiter begrüßte er die diesjährigen Autoren, Konrad Kern, Elke Keiper, Bernd Wegmann und Dr. Reinhard Baumgartner.
Weiter bedankte er sich bei MdL Sascha Schnürer, der über die Sparkassen-Stiftung eine Spende ermöglichte, um das Heft kostengünstig in der Druckerei Keller fertigen zu lassen.
Das neue Heft umfasst 94 Seiten mit ca. 170 Bildern. Vier Themen werden besprochen.
Zunächst ist ein Bericht von Konrad Kern zu lesen. Darin geht es letztlich um die Fortsetzung der Beziehungen zwischen Ceska Lipa und Waldkraiburg, die im vorherigen Heft mit einem Bericht von Tomas Cidlina begonnen hat.
Bernd Wegmann erstellte eine Biografie der Arbeiterwohlfahrt in Waldkraiburg.
Dr. Reinhard Baumgartner berichtete über den Waldkraiburger Dreigesang und Elke Keiper schrieb über die Jugendeinrichtung G 12.
Die einzelnen Autoren kamen in der Veranstaltung zu Wort und stellten ihre Arbeiten kurz vor.
Das Heft kann im Rathaus bei Konrad Kern im Stadtarchiv oder in der Bücherhandlung Herzog zum Preis von 9 Euro erworben werden.
Der Förderverein ist auch am Waldkraiburger Christkindlmarkt vom 04.12. – 07.12. vertreten. Auch dort wird es das Heft zu kaufen geben.




Die Autoren mit 1. Vorstand Norbert Fischer:
(vl) Bernd Wegmann, Elke Keiper, 1. Vorstand Norbert Fischer, Dr. Reinhard Baumgartner, Konrad Kern
Angelika Krombach – Der Glaskünstler und Designer Alexander Pfohl aus Sicht der Enkelin
Im Waldkraiburger Glasmuseum gibt es viel Interessantes rund um die Waldkraiburger Glasindustrie, sowie deren Herkunft im tschechischen Böhmen zu sehen. Darunter sind auch einige Exponate des herausragenden Glaskünstlers und Designers Alexander Pfohl. Anlässlich seines 130. Geburtstages wurde im vergangenen Jahr eine große Ausstellung im Schloss Hadamar (Hessen) gezeigt, in der Auch Stücke des Waldkraiburger Museums zu sehen waren.
Frau Krombach, die Enkelin des Künstlers und Initiatorin der Ausstellung besuchte nun Waldkraiburg, wo sie am vergangenen Samstag im Haus der Kultur den interessierten Zuhörern die Geschichte ihres Großvaters nahe brachte. Der kurzweilige und reich bebilderte Vortrag war sehr informativ.
Herr Pfohl war nicht nur Glaskünstler, Designer und Lehrer, sondern auch ein begnadeter Maler. Geboren wurde er am 17.03.1894 in Haida, dem heutigen Novi Bor, als Kind einer seit sechs Generationen in der Glasgestaltung tätigen Familie. Nach der Ausbildung absolvierte er ein Studium an der Kunstgewerbeschule in Wien, als der erste Weltkrieg dazwischen kam. Nach dem Krieg wurde er Leiter des Entwurfsateliers in der Josephinenhütte in Schreiberhau im heutigen Polen. Er modernisierte das Sortiment und entwickelte neue zeitgemäße Formen und Entwürfe. Seine Designs fanden weltweite Anerkennung.
1928 entschied er sich, zurück nach Haida zu gehen, um an der dortigen Glasfachschule den Posten des Professors für Entwurf und Gestaltung zu übernehmen. In enger Kooperation mit den ansässigen Glasbetrieben modernisierte er den Lehrplan und legte großen Wert auf Glasveredelung und Kunsthandwerk.
Nach dem zweiten Weltkrieg durfte Herr Pfohl erst 1948 aus Tschechien ausreisen. Er siedelte sich in Hadamar in Hessen an und gründete dort eine neue Glasfachschule.
Während seiner gesamten zeit als Lehrer und Vermittler war er auch für die unterschiedlichsten Glasfirmen als Designer tätig.
Leider verstarb er viel zu früh infolge eines Herzinfarktes am 09.08.1953.
Alexander Pfohl hinterließ nicht nur unzählige Glasobjekte, die zu gefragten Sammlerobjekten wurden. Er schuf auch hunderte Entwürfe für Glasmaler, sowie viele Aquarelle.
Zudem entwickelte er wegweisende Techniken in der Glasgestaltung und -formung.
Einige seiner Werke sind auf den Fotos zusehen, die wir mit freundlicher Genehmigung von Frau Angelika Krombach veröffentlichen dürfen.

Begrüßung von Frau Krombach durch die Leiterin des Stadtmuseums, Frau Keiper

Selbstportrait von Alexander Pfohl

Frau Krombach bei ihrem Vortrag




Verschiedene Glasdesigns von Alexander Pfohl


Zwei der vielen Aquarelle von Alexander Pfohl
12.09.2025 // Die Website des Fördervereins ist wieder erreichbar
Nach einer längeren Zwangspause – die veraltete Website musste aus Sicherheitsgründen vom Netz genommen werden – Ist die neue Seite nun wieder online und für alle erreichbar.
Neue Beiträge werden nun nach und nach eingepflegt.
Zusätzlich haben wir auch einen Facebook-Auftritt realisiert. Dieser ist über den Button rechts oben direkt erreichbar.
22.11.2022 // Vorstellung Heft 23
Am vergangenen Samstag konnte der Förderverein – nach zweijähriger Zwangspause – endlich wieder eine Buchvorstellung im größeren Rahmen veranstalten. Man lud die Vereinsmitglieder und Gönner diesmal ins Haus der Vereine. Bei Kaffee und Kuchen, umrahmt von einer Abordnung der Blaskapelle der Egerländer Gmoi begrüßte zunächst 1. Vorstand Norbert Fischer die zahlreichen Gäste und stellte die 4 Berichte kurz vor. 2. Vorstand Konrad Kern übernahm und bedankte sich zunächst bei Herrn Ortmeier für die langjährige gute Zusammenarbeit. Weiter stellte er seinen Beitrag für das Heft vor. Er befasste sich mit seinem Arbeitsplatz, denn das Rathaus feierte seien 50. Geburtstag. Neben zahlreichem Wissenswerten über Geschichte, Planung und Bau des Rathauses ging er auch kurz auf dessen Zukunft ein.
Museumsleiterin Elke Keiper befasste sich in ihrem Beitrag mit der Museumsvielfalt in Waldkraiburg. Denn es gebe nicht nur die städtischen Einrichtungen und Galerien, sondern auch private Ausstellungen, die weit über Waldkraiburg hinaus bekannt sind. Der Dritte Beitrag stammt von Volontärin Tabea Sethmann, die sich mit der Geschichte der Egerländer Gmoi befasst hat. Sie als Norddeutsche kannte derartige Gruppen bis dahin noch gar nicht. In ihren Recherchen habe sie erfahren, wie wichtig soche Volksgruppen für die Ortsgemeinschaft sind.
Rafael Raaber, der Autor des vierten Beitrags, war leider verhindert. Herr Kern stellte ihn stattdessen vor. Der Beitrag befasst sich mit dem 50jährigen Jubiläum eines für Waldkraiburg und auch den Landkreis wichtigen Ereignisses – das „Spiel ohne Grenzen“. Die Gemeindegründung lag damals erst 22 Jahre zurück, als man zum deutschen Vorentscheid in Rothenburg ob der Tauber antrat. Nach einem souveränen Sieg dort ging es in die Endausscheidung ins schweizerische Bern, wo der Erfolg europaweit übertragen und Waldkraiburg praktisch über Nacht berühmt wurde.
